Dienstag, 12. April 2011

Der Quotenmann

Unlängst berichtete eine Kollegin, sie komme gerade aus einer Verhandlung, an der nur Frauen beteiligt gewesen seien. Sie habe das als sehr angenehm empfunden. Kann sein, kann nicht sein. Es gibt solche women only Veranstaltungen, die auch ich als angenehm empfinde; andere wiederum sind von einer Stutenbissigkeit geprägt, die schwerlich zu übertreffen ist. Kürzlich hatte ich übrigens das Beste zweier Welten: eine Damenkammer und einen männlichen Nebenklagevertreter, der hübsch anzuschauen war und außer Grußformeln nichts zu sagen wusste. Schön war´s!

Kommentare:

RASchleicher hat gesagt…

... und der männliche Nebenklagevertrer hatte mit der Veteigerin auch was Hübsches anzuschauen !!

Anonym hat gesagt…

Ich hatte vor vielen Jahren mal das "Vergnügen", vor einer rein weiblich besetzten Strafkammer eine angebliche Vergewaltigung zu verteidigen. Es endete nach der Beweisaufnahme damit, daß der Staatsanwalt einen Freispruch beantragte, und auch sonst gibt es über den Gang der Hauptverhandlung nichts negatives zu berichten; aber ein etwas komisches Gefühl war da anfangs schon dabei.

Stutenbissigkeit nehme ich gelegentlich mit Amusement zur Kenntnis, wenn die Kollegin von der gegenseite sich mit der Richterin in die Haare bekommt...

Sabine hat gesagt…

Die Hoffnung auf eine "bessere" Rechtsprechung einer "Damenkammer" kann jedoch enttäuscht werden. Eine mit drei Richterinnen besetzte Zivilkammer wies neulich eine Klage gegen einen Reiseveranstalter mit der Begründung zurück, das 8-jährige Kind, das sich an einer defekten Kachel am Swimmingpool verletzt hatte, sei selbst Schuld (!). Am Swimmingpool habe man als Kind nicht herumzutollen (!). Ich wußte gar nicht, wie ich das meinen Mandanten erklären sollte, nachdem ich ihnen vorher die Gerichtsbesetzung als Glücksfall verkauft hatte (ich Idiotin...). Die drei Damen haben anscheinend ihren Kinderwunsch der Karriere geopfert.