Freitag, 27. August 2010

Wir sehen uns vor Gericht

Es ist nun schon das zweite Mal, dass ich eine mir zuvor bekannte Person bei Gericht in der Rolle des Schöffen wiedertreffe.

Das erste Mal ist viele Jahre her und bei dem Schöffen handelte es sich um meinen ehemaligen Englischlehrer. Die Abneigung, die wir zu meiner Schulzeit füreinander empfanden, hatte mir seinerzeit nicht unerhebliche Probleme eingebracht, weshalb ich wenig erfreut war, ihn wieder zu sehen. Seine ebenfalls geringe Freunde, mich wieder zu sehen (ich hatte ihm auch nichts geschenkt), wurde um ein Vielfaches von dem Staunen darüber übertroffen, mich in der Rolle als Verteidiger zu sehen, was immerhin zwei Staatsexamina voraussetzt, die er mir wahrscheinlich nicht zugetraut hatte.

Das zweite Mal, dass ich einen früheren Bekannten wiedertraf, war heute. Es handelte sich um Herrn H., der während meiner Referendarzeit als Büroleiter meines anwaltlichen Ausbilders fungierte. Anders als bei dem ehemaligen Lehrer war diese Begegnung eine wirkliche Freude.

Manchmal sieht man sich wieder - und wenn´s vor Gericht ist.

Kommentare:

Tilman Hausherr hat gesagt…

Das hätte doch unter "wir überprüfen Stichwörter" laufen müssen, nämlich: "Man trifft sich immer zweimal im Leben". Ich hatte ähnliche Erlebnisse, sowohl positiv als auch negativ, und genau wie Sie, bezogen auf die Berufswelt.

hau26hau hat gesagt…

"Rolle des Schöffen" gibt es in der Hauptverhandlung nicht. Statisten/Komparsen haben keine Haupt- oder Nebenrolle; ebensowenig wie Ministranten - nur das diese wenigstens die Liturgie kennen.

Anonym hat gesagt…

Aha.