Freitag, 6. August 2010

Lächeln oder bloß Zähne zeigen?

Im Statt Aller Blog problematisiert Desperado die Frage, wie Bewerbungsunterlagen auszusehen haben, insbesondere im Hinblick auf das unvermeidbare Lichtbild, das diesen beizufügen ist.

Ich habe mir vor dem Lesen dieses Beitrages noch nie Gedanken darüber gemacht, welche Bewerbungsfotos ich von mir hätte anfertigen lassen, so ich denn vorgehabt hätte, mich in einer Kanzlei als Angestellte zu bewerben. Solche mit oder doch lieber solche ohne Lächeln mit Zähnen oder gar welche mit ernstem Gesichtsausdruck, weil Anwalt ja als überwiegend spaßfreier Beruf gilt?!

Wahrscheinlich wäre das sehr von meiner aktuellen Laune beim Fotografiertwerden abhängig gewesen und das Ergebnis, das ich den Adressaten dann präsemtiert hätte, mehr ein Zufallsprodukt der Befindlichkeit denn eine wohlüberlegte Lichtbildstrategie.

Es ist erstaunlich, dass es Bücher über Bewerbungen gibt, man sogar Seminare dazu besuchen und alleine die Lichtbildfrage abendfüllend erörtern kann.

Aus Arbeitgebersicht kann ich dazu nur Folgendes beitragen: es nützt das schönste Lächeln nichts, wenn es

1. einem aus einer hohlen Birne entgegenstrahlt;
2. kein Lächeln ist, sondern nur Zähne gezeigt werden ("Sagen Sie mal Cheeeeeese");
3. schlimmstenfalls eine Kombination aus Beidem ist.

Überbewerten sollte man die Lichtbildfrage trotz allem nicht.

Übrigens: Ganz sicher hätte ich das letzte Bild, das eine mobile Blitzeinheit von mir vor ein paar Wochen auf der B42 geschossen hat, nicht einer Bewerbung beigefügt, weil es eines von den Bildern war, auf denen man sich selbst am Liebsten gar nicht hätte erkennen wollen.

Kommentare:

doppelfish hat gesagt…

Ausserdem sind solche Bilder teuer.

Stefan hat gesagt…

Vom letzten Reisepass-Bild sind bestimmt noch ein paar Abzüge vorhanden :-)

Kerstin Rueber hat gesagt…

Es ist immer wieder schön, festzustellen, wer hier alles mitliest. :-)

Helmut Karsten hat gesagt…

Tja, aus den Zeiten, in denen ich Sushi-Bars eröffnet habe, weis ich, in Japan ist das "Zähneblecken" eine ausgesprochene Beleidigung. Ich hatte da so manchen bösen Streit zu schlichten, zwischen meinen 'Itamae-Sans' (japanischen Sushi-Chefs) und den amerikanischen College-Kid-Bedienungen die natürlich mit Verzückung gerne, deren 15.000 $ Gebisse 'gebleckt' haben.....

René hat gesagt…

Das beste sind aber Ganzkörperfotos in erotischen Posen! Alles schon erlebt. Manche sind in der Hinsicht echt schmerzfrei...